Aktuelles

Vortragsreihe „Siegener Forum – Vorträge und Diskussionen nicht nur zur regionalen Geschichte“ am 6. Dezember 2018

 Dr. Jens Friedhoff (Stadtarchiv Hachenburg):

 Das Obere Schloss als nassauische Landesburg und Residenz:

Baugeschichte im Spiegel archäologischer und archivalischer Funde

 

In der neuen Ausgabe der Vortragsreihe „Siegener Forum“ wird der Burgenhistoriker Dr. Jens Friedhoff am 6. Dezember 2018  um 18.30 Uhr im Stadtarchiv Siegen die Erbauung und architektonische Ausgestaltung des stadtbildprägenden Oberen Schlosses vom Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert nachzeichnen.

 Bis heute prägt das auf der Spitze des Siegbergs gelegene Obere Schloss mit den Türmen der Nikolai- und der Marienkirche sowie mit dem sogenannten „Dicken Turm“ des Unteren Schlosses und der Martinikirche die Silhouette Siegens. Die weitläufige Burg- beziehungsweise Schlossanlage weist einen Baubestand vor, der das frühe 13. Jahrhundert bis das beginnende 20. Jahrhundert umfasst. Dabei spiegeln die mächtigen Außenanlagen die Entwicklung der Festungsbaukunst vom Spätmittelalter bis zur Barockzeit wider. Wohl um 1200 als Höhenburg gegründet, avancierte das Obere Schloss zu Beginn des 17. Jahrhunderts zur Residenz der katholischen Dynastie des 1652 in den Reichsfürstenstand erhobenen Hauses Nassau-Siegen. Ungeachtet seiner herausragenden stadt-, regional- und landesgeschichtlichen Bedeutung hat die Forschung dem Oberen Schloss bislang jedoch nur vergleichsweise wenig Beachtung geschenkt. Der Referent wird an diesem Abend wichtige Stationen der baulichen Entwicklung erörtern. Im Fokus des Vortrags mit Bildpräsentationen stehen archäologischer Befunde sowie bislang kaum beachtete Schrift- und Bildquellen in Archiven.

 Der Referent ist Leiter des Stadtarchivs Hachenburg und ausgewiesener Kenner der Siegerländer Burgengeschichte. Als Vorstandsmitglied des Wissenschaftlichen Beirats der Deutschen Burgenvereinigung, Mitglied der Historischen Kommission für Nassau und Kunsthistoriker hat er sich durch zahlreiche regionalgeschichtliche Publikationen ausgezeichnet.

 Die Vortragsreihe „Siegener Forum“ ist eine Kooperation von Volkshochschule und Stadtarchiv Siegen, Geschichtswerkstatt Siegen e.V., Siegerländer Heimat- und Geschichtsverein e.V. und Aktivem Museum Südwestfalen e.V. Die Reihe stellt im monatlichen Wechsel neuere Forschungen aus dem Spektrum der regionalen Geschichte vor, ist aber auch offen für aktuelle allgemeinhistorische Beiträge.

 Der Vortrag findet statt am Donnerstag, den 6. Dezember  2018, um 18.30 Uhr im Gruppenarbeitsraum des Stadtarchivs Siegen, Markt 25, 57072 Siegen (KrönchenCenter, 3. Obergeschoss.). Der Eintrittspreis beträgt 3,00 Euro.

 

Familienkundliche Arbeitsgemeinschaft im Siegerländer Heimat- und Geschichtsverein:

Die Zusammenkunft im Dezember muss leider aus organisatorischen Gründen ausfallen.


Neuerscheinungen:

BEITRÄGE ZUR SIEGERLÄNDER FAMILIENKUNDE
Schriftleitung Gerhard Moisel und Andreas Bingener


Heft 14

Eberth Wirth, verbrannt als Zauberer vom Anstoß
von Hans-Martin Wirth und Anne Schulte-Lefebvre

SIEGEN 2017 SELBSTVERLAG DES SIEGERLÄNDER HEIMAT- UND GESCHICHTSVEREINS E. V.


In dieser Arbeit versucht Ebert Wirths Nachkomme Hans Martin Wirth das Leben seines Vorfahren darzustellen und den Gründen für dessen Verurteilung als Zauberer und der anschließenden Verbrennung (1629) auf die Spur zu kommen, die möglicherweise im Zusammenhang mit den während dieser Zeit stattfindenden Rekatholisierungsversuchen steht. Zahlreiche Quellenangaben, beigesteuert von der Co-Autorin Anne Schulte-Lefebvre, beleuchten die Hintergründe dieses schauerlichen Prozesses, der 2011/2013 zu einem Bürgerantrag an den Freudenberger Stadtrat zur Rehabilitation des Verurteilte führte. Ebert Wirth ist der Vorfahre aller Namensträger Wirth im westlichen Siegerland.  Das Heft kann zum Preis von 8,50 Euro bei der Geschäftsstelle bezogen werden.


BEITRÄGE ZUR SIEGERLÄNDER FAMILIENKUNDE
Schriftleitung Gerhard Moisel und Andreas Bingener


Heft 13

Johann Daniel Nöhe aus Weidenau (Siegerland)als Stammvater der ostpreußischen Familie Neh
von Siegfried W. Neh


SIEGEN 2017 SELBSTVERLAG DES SIEGERLÄNDER HEIMAT- UND GESCHICHTSVEREINS E. V.


Ausgehend von wenigen Familienpapieren der bis 1945 in Insterburg (Ostpreußen) und Umgebung ansässigen Familie konnte der Verfasser trotz eingeschränkter Forschungsmöglichkeiten seine Stammreihe zurückführen auf Johannes Neh/Nöh/Nöhe und seinen Sohn Johann Daniel, die seit spätestens März 1715 in Brakupönen (Kirchspiel Gumbinnen) nachweisbar sind. Brakupönen, ursprünglich ein von Schweizern besiedeltes Kolonistendorf, erhielt Zuwachs durch eine große Gruppe von Siegerländer Auswanderern, deren Geschichte von Dr. Walter Kolb bereits im Jahr 2000 in dieser Schriftenreihe (Heft 8)  veröffentlicht wurde. Neh greift Kolbs Ergebnisse auf und ergänzt sie durch umfangreiche Schilderungen der Lebensverhältnisse seiner Vorfahren Nöh, die als Hammerschmiede und Reidemeister eine herausragende Rolle vor der Hardt und in den benachbarten Hüttenorten spielten.Das Heft kann zum Preis von 8,50 Euro bei der Geschäftsstelle bezogen werden.


„Der Maler und die Ärztin“

In Freudenberg werden Werke von Carl Jung-Dörfler gezeigt Das Freudenberger 4Fachwerk-Museum setzt seine Tradition fort, mit einer besonderen Präsentation an einen bedeutenden Siegerländer Künstler zuerinnern.In der nun beginnenden und von Dr. Ingrid Leopold vorbereiteten Winterausstellung steht Carl Jung-Dörfler im Mittelpunkt. Es wird eine umfangreiche Werkschau sein, die einen tiefen Einblick in das Wirken und die Entwicklung des Künstlers gewährt. Viele der gezeigten Ölgemälde undBleistiftskizzen stellte das Museum Wilnsdorf bereit, das in seinem Fundus über eine ganze Reihe von Jung-Dörfler-Werken verfügt.Carl Jung, in Obersdorf im Siegerland am 29. Januar 1879 als Ältester von acht Kindern geboren, wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf. Bereits mit 13 Jahren musste er die Schule verlassen, um für den Lebensunterhalt der Familie aufzukommen. Sein Vater, Johannes Heinrich Jung, war früh an Tuberkulose gestorben. Bis zu seinem 29. Lebensjahr arbeitete Carl für einen Hungerlohn im Bergbau. Allerdings: In jeder freien Minute zeichnete und malte er. Sein Talent wurde durchaus früh erkannt, aber erst 1908 ergab sich für ihn die Chance, die Kunstakademie in Düsseldorf zu besuchen. Vermutet werden darf, dass der katholische Ortsgeistliche auf die großen künstlerischen Fähigkeiten Jungs aufmerksam geworden ist und sich bei dem zu Besuch weilenden Weihbischof für einen Studienplatz an der Akademie in Düsseldorf eingesetzte. Die „Kaiserliche Schatullenverwaltung“ in Berlin habe dafür ein Stipendium bewilligt. Paul U. Unschuld , der das Buch „Die Ärztin und der Maler“ verfasste, überschreibt diese Lebensentwicklung Jungs mit den Worten „Aus dem Dunkel ins Licht“.Carl Jung wurde Meisterschüler, fertigte kunstvolle Bleistiftskizzen an, malte ausdrucksstarke Portraits und immer wieder die Siegerländer Landschaft. Der Zusatz „Dörfler“, den er in Düsseldorf seinem Nachnamen Jung hinzu setzte, wird als Beleg für seine enge Heimatverbundenheit interpretiert.1912 lernte er die jüdische Ärztin Hedwig Danielewicz kennen, mit der er 11 Jahre bis zu seinem frühen Tod verheiratet war. Der Maler starb am 1.9.1927 im Alter von 48 Jahren und wurde in Obersdorf beigesetzt.Seine Witwe war als Jüdin zunehmender Rassendiskriminierung ausgesetzt.1938 musste sie ihre Praxis in Düsseldorf abgeben und lebte fortan in bitterer Armut. 1941 wurde sie gemeinsam mit ihrer Schwester nach Minsk/Weißrussland deportiert. Dort ist sie im Ghetto umgekommen.


Die Ausstellung wird am Freitag, 24. November 2017, um 19:00 Uhr im Museum eröffnet.

Einleitende Worte wird Dr. Ingrid Leopold sprechen. Die Geschwister Marion Puchelt (Viola da Gamba) und Julian Puchelt (Trompete) gestalten die musikalische Umrahmung.Zur Vernissage und Berichterstattung lädt der Museumsverein sehr herzlich ein. Die Ausstellung bleibt bis zum 14. Januar 2018 in Freudenberg zu sehen. Der Eintritt beträgt 3 Euro.

Fachwerk
Fachwerk
Fachwerk
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Die Lebensgesichte des Malers und seiner jüdischen Frau

Lesung anlässlich der Ausstellung von Carl Jung-Dörfler-Werken „Im Museum“ betitelte der Maler Carl Jung-Dörfler eine kleine Zeichnung im Jahr 1915, in der er sich selbst und seine Frau Frau Hedwig Danielewicz abbildete.Nicht nur diese Grafik ist gegenwärtig im 4Fachwerkmuseum zu sehen, sondern auch die Lebensgeschichte der beiden wird jetzt im Museum zu hören sein: Dr. Ingrid Leopold, die die gegenwärtige Ausstellung im 4Fachwerk-Museum zusammenstellte, und Volker Bunse laden zu einer gemeinsamen Lesung ein.Der 1943 geborene Medizinhistoriker Professor Dr. Paul Ulrich Unschuld setzte mit seinem 1994 erstmals erschienenen Buch „Die Ärztin und der Maler“ Hedwig Danielewicz und Carl Jung-Dörfler ein literarisches Denkmal. In dem „realhistorischen Drama“ dokumentiert sich mit den Lebensgeschichten der beiden so unterschiedlichen Ehepartner ein Stück deutsche Zeitgeschichte des späten 19. und der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Die Doppelbiografie reicht weit über die beteiligten Akteure hinaus. Die tragischen und bewegenden Einzelschicksale stehen im Kontext gesellschaftlicher und politischer Entwicklungen dieser Zeit. Nur elf Jahre waren der Maler und die Ärztin verheiratet, er starb 1927 im Alter von nur 48 Jahren.Vierzehn Jahre später wurde die jüdisch stämmige Hedwig Danielewicz, die zum katholischen Glauben konvertiert war, nach Minsk deportiert, wo sie umgekommen ist.Aus diesem Buch werden Dr. Ingrid Leopold und Volker Bunse die entscheidenden Abschnitte zum Verständnis der Lebensgeschichte herausgreifen. Die Lesung beginnt am Dienstag, 5. Dezember 2017 um 19:00 Uhr, der Eintritt beträgt 5 Euro.Hedwig Danielewicz sah es dann als eine Lebensaufgabe an, dass die Kunstwerke ihres verstorbenen Mannes ausgestellt wie aber auch gesichert wurden. So haben letztlich viele Gemälde und Blätter den Weg in dessen Heimat gefunden, wo sie im Fundus des Museums in Wilnsdorf einen sicheren Aufbewahrungsort bekamen. 

Durch die nun in Freudenberg zu sehende umfassende Werkschau bietet Dr. Ingrid Leopold am Sonntag, 17. Dezember 2017 um 15:00 Uhr zudem eine Sonderführung an.


Neuerscheinung „Mitten in der Stadt und bei den Menschen“
700 Jahre Nikolaikirche in Siegen 1317 – 2017

Das Buch, das als Band 2 der Reihe „Beiträge zur Geschichte der Stadt Siegen und des Siegerlandes“ erschienen ist, ist erhältlich bei der evangelischen Nikolai-Kirchengemeinde, Pfarrstraße 2, 57072 Siegen, beim Kreiskirchenamt Siegen / Wittgenstein (Zentrale) sowie in den örtlichen Buchhandlungen.

Neuerscheinungnikolaikirche
Neuerscheinung

Ab sofort lieferbar!

Neuerscheinung
Rudersdorf

Neu erschienen:

Beiträge zur Geschichte der Stadt Siegen und des Siegerlandes Bd. 25 Karl-Heinz Ax: Rudersdorfer Ortsgeschichte, Verlag Vorländer, € 34,80. Das Buch ist zu beziehen bei: Karl-Heinz Ax, Steinstrasse 11, 57072 Siegen


Wir räumen unser Lager:

Ältere Siegerland-Hefte der Jahrgänge 1950 - 2000 sind zum Preis von 1 Euro erhältlich, ältere Heimatkalender der Jahrgänge 1970 - 2005 aus dem Antiquariat zum Preis von 1 Euro. Anfrage per Mail oder zu den Geschäftszeiten im Geschäftszimmer.

 
 
 
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